Schubertlieder bei 44°C

Ab Montag 22.07.2019 konnte ich mit dem Liedgestalter Tobias Krampen eine Woche in die Welt der Schubertlieder abtauchen und es erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch: Ein Meisterkurs bei der fantastischen Ingeborg Danz! In der Sommerakademie der Deutschen Schubert-Gesellschaft e.V. lernte ich die großartige Künstlerin & Lehrerin endlich kennen, und konnte intensiv von ihr lernen. Die ganze Woche waren es um die 40°C heiß und es kühlte selbst nachts kaum ab. Doch ich genoss die Zeit der ausführlichen & konzentrierten Arbeit in meiner Heimat am Niederrhein und die wundervolle Atmosphäre des Kammermusiksaals Martinstift in Moers. Bei 44°C "Sommertemperatur" besangen wir dann am Freitag, 26.07.2019 den Abschluss des Kurses in einem facettenreichen Konzert. Es war wie Bikram-Yoga!!! 


"Fly me to the moon"… Lange Nacht der Mondlandung

Ein ganz spezielles Konzert durfte ich am Samstag, 20.07.2019 singen, als ich mit dem Pianisten & Komponisten Alexander Raytchev im Planetarium Hamburg den Mond lobte: In der Langen Nacht der Mondlandung jährte sich das Ereignis zum 50sten Mal und wurde gebührend gefeiert. Verschiedene "Mondlieder- & Arien" zauberten zu einer Kuppelprojektion ins All eine magische Stimmung - und als dann zum Schluss die Welturaufführung First Steps von Alexander Raytchev erklang, hatte man eine Ahnung von der Gänsehaut, die die Welt beim ersten Betreten des Mondes hatte. Zur tatsächlichen Lande-Uhrzeit 22:17 Uhr, gab es noch eine Klangwolke vom Balkon des Planetariums, wo wir Teile aus unserem vorangegangenen Liederabend wiederholten - und meine Stimme klang durch den ganzen Stadtpark. Wenn das schon ein unglaubliches Gefühl war - wie mag es dann erst den Astronauten ergangen sein?!


Dreivierteltakt & zauberhaftes Mini-Playback-Show-Ambiente: Einspringer in Operettengala

Am 14.07.2019 konnte ich sehr kurzfristig das Orpheus-Theater Düsseldorf unterstützen und sprang in ihrer Operettengala in Horumersiel an der Nordseeküste ein. Meine jahrelange Erfahrung in Operetten-Revuen zahlte sich aus, als ich problemlos die Duette & Arien übernehmen und aus der Bandbreite meines Repertoires schöpfen konnte. Ich war von Freude erfüllt! Nicht nur, weil Kindheitserinnerungen erwachten: das Theater wirbt damit, zu jedem Stück originale Kostüme aus verschiedenen Theater-Fundi zu präsentieren, und ich fühlte mich wie in der Mini Playback Show, wenn ich mich zu jeder Arie & jedem Duett auch äußerlich in eine andere Person verwandelte. Schnelle  Umzüge - stilistische Wandelbarkeit! Das war symbolisch für meine letzten zwei musikalischen Monate. Gegengewichte, die einander befruchten! Wie sagt man auf "Neudeutsch"?! Das "bockt"!!!


Wer braucht Fitnessworkouts, wenn man Mozart hat?!

Soviel vorweg: nach dem Konzert am 10.07.2019 mit dem Akademischen Chor & Kammerorchester der Universität Kiel, war ich um 3 Liter Schweiß leichter!!! Nach insgesamt ganzen 15 "hohen c" (die a' & h' gar nicht erst gezählt...), mehr als zwei Oktaven Tonumfang, Koloraturen in jedem (!) Satz - neben ebenso anspruchsvollen Legato-Passagen, gab es nur noch einen Gefühlsausdruck: aufgedreht!!! Nachdem ich im letzten Konzertjahr viele Gelegenheiten hatte, Exsultate Jubilate zu routinieren, war die Motette zwischen der Titus-Ouvertüre und Davide Penitente wie ein Einsingen und Aufwärmen...

Davide Penitente? Von Mozart? Kennt das jemand? Ja genau, das dachte ich auch... Der Komponist hatte der Wiener Tonkünstlersozietät für ein Benefizkonzert 1785 ein geistliches Werk versprochen und kurzerhand, statt neu zu komponieren, seine meisterhafte c-Moll Messe variiert. U.a. fügte er eine große Sopranarie und virtuose Schlusskadenz hinzu. Ich hatte wirklich große Freude und bin sehr stolz & dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, dieses Stück einzustudieren, aufzuführen & daran zu wachsen!


Soprano on Tour: Operettengala in Bayern

Und schon ging es am nächsten Tag weiter ins Fichtelgebirge, wohin mich Heidelore Scherdel einlud. Die letzte Nachfahrin der Familie und Firma Scherdel engagiert sich beispielhaft aktiv für die Kultur in der Region! Es brachte Herz und Mund zum offenen Staunen!!! Gemeinsam mit dem Rudolf-Schock-Schüler Volker Bengl gab es am 06.07.2019 in der herrlichen Kulisse vom sommerlichen Weißenstadt eine Operetten-Gala unter dem Titel Donaumonarchie. Und während er z.B. seine Zaréwitsch-Arien sang, nutzte ich die Gelegenheit, das Bühnenbild durch wechselnde Garderobe zu ergänzen. Die Kleider und Accessoires bereitgelegt ging es "zack zack" von dem Einen in das andere Kleid...


ChORDS mit 2 Uraufführungen

Es lebe die stilistische Vielfalt!!! Schubert - Monteverdi - Neue Musik - Fauré - Gurney... in einer spannenden Abfolge präsentierten wir am 04.07.2019 im Rahmen des Kolloquiums unseres Gitarristen Milad Darvish Ghane, die Neuheiten unseres Programms! Nachdem zu unserem Debüt-Konzert im Mai zwei der für uns geschriebenen Stücke noch nicht fertig komponiert waren, nutzten wir die Gelegenheit, sie nun endlich uraufzuführen! Während das Quartett von Antonis Adamopoulos unser gesamtes rhythmisches Geschick forderte, konnte ich mit Milad in Sharabe Eshgh für Duo von Shadi Kassaee, meine ganze theatralische Spielfreude herauslassen und den Gedichten Hafis' über einen Mundschenk, der Wein in einer Karaffe reicht, auch räumlichen Ausdruck verleihen. kürzlich sang ich Chinesisch für Chinesen, Polnisch für Polen - und an diesem Tag Persisch für die im Publikum anwesenden Perser! Durch die Stile und Sprachen zu "hopsen" fordert viel Konzentration - und macht einen riesigen Spaß!!!

 

Das ganze Programm gibt es derzeit noch auf der Website der HfMT Hamburg zu sehen: Hier!


Endstation Norderstedt - aber nur für die U1

Am heißen Sonntagmorgen des 30.06.2019 machten uns Schweiß und Schwüle rhythmisch ein wenig träge... aber Paul Fasangs knackiges 8el-Dirigat brachte Erlösung - genau wie alle Türen und Fenster der Paul-Gerhardt-Kirche, die zu öffnen waren. Mendelssohns Hör mein Bitten und andere Stücke des Komponisten & Mozart zu früher Stunde, trainieren die Kondition - und Konzentration!


Laue Lüftchen, Naturbilder & Liebe in live: französisches Lied ist unschlagbar...

Im Souterrain der Alten Druckerei Ottensen blieb zumindest die Luft am Sonntag, 23.06.2019 kühl und frisch, während draußen die Sonne den heißen Tag ausklingen ließ. Doch innerlich kochten die Gemüter vor "extase", denn dieses Liedprogramm, gemeinsam mit Zuzanna Pawlaszek, löste ein Feuerwerk an tiefen Gefühlen aus. Über die Gefühle sprechen, fällt oft schwer, denn wie vermag Sprache dies zu äußern? „Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen“, sagt Victor Hugo und erlöst uns von der Not, alles in Worte fassen zu müssen. Mit Musik können wir kommunizieren. In dieser Weise entführte uns das Programm in eine Welt der Vorstellung und des echt empfundenen Gefühls. An diesem europäischen Abend schaffte die Musik eine gemeinsame Wirklichkeit und ließ die Lieder miteinander kommunizieren – über Grenzen hinweg. „Musik soll die geheimnisvolle Übereinstimmung aufnehmen, die zwischen Natur und Vorstellung herrscht“  versucht Claude Debussy zu beschreiben, und stellte mit seinen Ariettes oubliées den Kern des Abends dar. Frédéric Chopin, aus Polen nach Frankreich emigriert, schreibt seinen Kompositionen das Unaussprechliche ein: „Dem Klavier sage ich das, was ich so manches Mal Dir sagen würde.“  Einer seiner Walzer, sowie eine Nocturne gaben den Farben und Emotionen der Lieder neue Impulse. Der polnische Komponist Karol Szymanowski setzt sich schöpferisch mit seinen Wurzeln auseinander und verweist, beeinflusst von der französischen und russischen Moderne, zugleich auf ein Neues: „Unser Ziel ist nicht das Gestern, sondern das Heute und Morgen.“ In diesem Programm stand er für den Kampf zwischen Konvention und Freiheitswillen, Religion und Sinnlichkeit.

 

Ps: Besonders freute ich mich über den Besuch vierer Oberstufenschüler katholischer Schulen in Hamburg, die für das Kulturforum 21 als Kulturbotschafter unterwegs waren. Ihr erster Liederabend - und dann nicht Schubert?! Fauré und Debussy eignen sich also auch bestens auch für Einsteiger!!! Das Chopin-Lied in polnisch war ein Geschenk für Przemek! ;-)


In Anwesenheit des Komponisten...

... ist das Aufführen von Neukompositionen immer etwas Besonderes. Im Rahmen der Klangnacht Ferne aus der Nähe betrachtet - Ein Fest für die Ohren in den Räumen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, präsentierte ich mit meiner Lied-Duo-Partnerin Friederike Sieber den Liederzyklus Die Buddhistische Zuflucht in chinesischer Sprache von Benchao Yang (*1987). Nach der Uraufführung im März 2019 hatten wir nun die Gelegenheit, einmal mehr tiefer einzusteigen & Klänge der besonderen Art zu kreieren. Es ist ein sehr weiches Gefühl, wenn ich in der Stimme spüre, dass der Komponist genau wusste, wie meine Stimme klingt und genau dafür schrieb. Also nicht nur Ein Fest für die Ohren, sondern auch für die Kehle!


Liebeszank und Zärtlichkeit

Gemeinsam mit meinen fantastischen Kollegen Timotheus Maas und Nikolai Rosenberg war ich am Freitag, 21.06.2019 zu Gast bei den Bergedorfer Musiktagen. Der Vorsitzende Dr. Farhang Logmani mit seiner Gattin brachten persönlich einen wunderschönen Strauß Pfingstrosen als Bühnendekoration, die wir dann in unseren pfiffigen und witzigen Duetten umspielten. ob Staubwedel, Zeitung oder Morgenmantel: das Haus Brügge wurde zur Bühne für großartige, vielseitige Stücke!

Sehr besonders war das Team des Haus Brügge, das wie ein Zahnrad funktionierte und für uns den Abend auch hinter den Kulissen zum Genuss machte!!!


Playlist

Am Samstag, 15.06.2019 konnten die Smartphones in der Tasche bleiben, obwohl die Playlist lief. Nein, nicht Bluetooth machts möglich, sondern Stimme & Klavier - live & in Farbe!!!

Es war ein wunderbares Gefühl, als Gast an den Ort zurückzukehren, der lange wie ein Zuhause für mich war: die Hochschule für Musik & Theater Hamburg. Doch wenn Bettina Knauer mit dem Kulturforum 21, der Claussen-Simon-Stiftung & meiner alten Gesangsklasse gemeinsame Sache macht, muss ich einfach ja sagen!!! Neun Schüler katholischer Schulen in Hamburg, durften sich ihre Playlist an Lieblings-Arien & -Liedern wünschen, die dann gemeinsam von vier Sänger*innen vorgetragen wurden. Goethes Einteilung von Emotionen nach Farben, die er in seinem Spätwerk West-Östlicher Diwan beschreibt, diente dabei als "roter" Faden. Jedem Stück war eine Blume zugeordnet, wodurch eben ein bunter Strauß entstand. Die "rote" Rose hätte nach der leidenschaftlichen letzten Arie fast Dustin gehört, doch derjenige bekam sie dem ich meinen Werdegang zu verdanken habe: Prof. Jörn Dopfer. Übrigens habe ich auf meinem Smartphone auch solch eine Playlist: sie heißt "Üben"...


Debüt

Herzlich Willkommen hieß unser Quartett ChORDS am 19.05.2019 in der Alten Druckerei Ottensen zu einer musikalischen Reise zwischen den Kulturen im Orient-Okzident-Express.

„Bist du beschränkt, dass neues Wort dich stört? Willst du nur hören, was du schon gehört?“ schreibt Johann Wolfgang von Goethe in seinem Faust. Am 19.05. heißt es Ohren spitzen für etwas noch nie Dagewesenes: Vier Musiker aus drei verschiedenen Herkunftsländern bieten ein besonderes Konzerterlebnis in einer sehr besonderen Besetzung. Das neu gegründete Ensemble ChORDS überwindet musikalische Grenzen und verbindet interkulturelle Vielfalt zu einer gemeinsamen Sprache: Musik. Kultureller Austausch fand schon bei Goethe statt, wie der „West-Östliche Diwan“ bezeugt. So bauen wir, davon zutiefst inspiriert, eine Brücke zu Neukompositionen, die uns den Weg ins Jetzt weisen. Auch, wenn Victor Hugo uns klar macht, dass Musik ausdrückt, "was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen", bekommt das gesprochene Wort und seine enge Verbindung zwischen Literatur und Musik in diesem besonderen Rahmen eine neue Farbe. Es erklangen Werke von u.a. Franz Schubert, Hugo Wolf, Leo Brouwer, Gabriel Fauré oder John Dowland. Neue Stücke für unsere Besetzung sind für uns bereits in Arbeit und das Repertoire von Purcell oder Schubert für uns noch nicht erschöpft. Wir können uns also freuen, auf neue überraschende Übergänge!

Linda Joan Berg - Sopran, Lydia Schmidl - Akkordeon, Milad Darvish Ghane - Gitarre, Jorge Paz - Gitarre


Mass of the Children

Ich liebe diese Messe! Ich kann es nicht anders sagen! 

Als die Anfrage für das Konzert am 12.05.2019 in St. Michaelis Lüneburg kam, war ich sehr glücklich über das Programm! Oft wird das Werk von John Rutter als "kitschig" verurteilt. Doch wenn man diese anrührenden Harmonien und Melodielinien ernsthaft musiziert, ohne "etwas" dazuzugeben, ist die Musik allein so reich an Seele. Genuss pur!


Sie ist ausgezeichnet!

Am 01.03.2019 war ich Teil des grandiosen Konzertexamens von Liedgestalterin Friederike Sieber, das sie mit Auszeichnung beendete. In einem klassischen Liedrecital  kann man davon ausgehen, dass, wie auch hier, Zyklen von Hugo Wolf & Franz Schubert im Programm sind. Doch dieser Abend war wunderbar ungewöhnlich, da sich die Zigeunerlieder von Johannes Brahms in Solistenbesetzung einmischten. Herrlich!!! Es fiel mir schwer, beim Singen vor Überschwang nicht auch zu tanzen.

Das Highlight jedoch, und eine absolute Kontrastfarbe, war unsere Uraufführung eines chinesischen Liederzyklus für Sopran & Klavier über den Buddhismus von Benchao Yang (*1987).


"Si j'avais des ailes…"

Nicht nur das diesjährige Motto "Wenn ich Flügel hätte...", sondern auch die Arabesque als Form, sowie culture sans frontières verbanden Zuzanna Pawlaczek und ich im Liederabend C'est l'extase am 21.02.2019 im Rahmen des festival arabesques hamburg miteinander. Danke an die Intendantin Barbara Barberon, sowie danke an ihren Sohn für die Fotos!


Von Gran Canaria nach Berlin

"Neue Zeiten bringen neue Ideen und machen neue Kräfte mobil © Marie Juchacz

Ich bin sehr dankbar, Teil des Mentoringprogramms Frauen in Kultur und Medien vom Deutschen Kulturrat zu sein. Aus 250 Bewerberinnen wurden wir 24 Frauen für die zweite Runde des jungen Formates ausgewählt, dass von der Bundesregierung unterstützt wird. Im Bundeskanzleramt Berlin gab es am 19.02.2019, als auf den Tag genau vor 100 Jahren Marie Juchacz als erste Abgeordnete im Reichstag redete, eine Begrüßung von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und ein inspirierendes Zusammentreffen aller Mentees und Mentor*innen!

"Kultur fällt uns nicht wie eine reife Frucht in den Schoß. Der Baum muß gewissenhaft gepflegt werden, wenn er Frucht tragen soll." © Albert Schweitzer


Im ewigen Frühling

Gemeinsam mit Tobias Gravenhorst wurde ich von der Evangelischen Kirche Deutschland erneut in ihr Tourismuspfarramt nach Gran Canaria eingeladen. Unter dem Titel Gott im Frühling musizierten wir am 15.02.2019 auf der Patio - und dem neu angeschafften Flügel-Schmuckstück, die "best of"-Themen eines Liederabends: Blumen, Wandern, Wasser und Nacht. Singen macht glücklich - das erfuhr das Publikum auch am eigenen Leib.


In Spanien auf den Spuren Italiens

Es war zwar auch schön, dieses Programm (siehe unten) in Norddeutschland zu musizieren und damit etwas Sonne in den Januar zu bringen. Doch dann am 11.02.2019 im Temlo ecuménico auf Gran Canaria unter Palmen zu singen, klingt noch ein bisschen anders. Wann hat man das schonmal, dass es in einer Kirche ohne Heizung zum schwitzen warm ist?!

Noch einmal gab es, gemeinsam mit KMD Dr. Tobias Gravenhorst die Solokantaten BWV 84 von Johann Sebastian Bach und Nulla in mundo pax sincera von Antonio Vivaldi - eingerahmt von italienischen Orchesterstücken von Vivaldi, die Bach für Orgel aussetzte.


"Ich bin vergnügt mit meinem Glücke"

Der ulkige Umstand, dass in einem Konzert mit Orgel und Sopran kein einziges Stück für Orgel erklingt, sollte nicht unerwähnt bleiben! In der sogenannten Donnerstagsmotette im Dom zu Bremen, musizierte ich am 31.01.2019 mit KMD Dr. Tobias Gravenhorst ein wunderbares Programm auf den Spuren Italiens. Mit den beiden Solokantaten BWV 84 von Johann Sebastian Bach und Nulla in mundo pax sincera von Antonio Vivaldi verbanden sich zwei Komponisten -denn in seiner Zeit am Hof zu Weimar war Bachs Schaffen von Vivaldis Stil sehr beeinflusst. Solche sich ineinanderfügenden Programme zu entwerfen und musizieren, "vergnügt mit Glücke"! Wie heißt es so schön auf Facebook in der Umgangssprache: #lovemyjob!!!


Und dies ist erst der Anfang...

Dem grauen und hamburgisch windigen 11. Januar 2019 wohnte doch ein Zauber inne: eine neue Welt, mit Gitarre zu singen! Milad Darvish Ghane & ich begaben uns ins spätantike Persien und besangen die erste Begegnung des persischen Großkönigs Chosrau II und seiner späteren geliebten Frau Shirin. Dieser Zyklus von Gerhard Müller-Hornbach wird Teil unseres neuen Programms! Lassen Sie sich überraschen....

… Unter dem Arbeitstitel "Icaros & Divan" vereint sich nicht nur ein außergewöhnliches Ensemble aus zwei Gitarren, Akkordeon & Gesang, sondern auch eine spannende Mischung aus klassischem Liedgut & neuer Musik. Einige Kompositionen haben wir sogar noch nicht...

#Lydia Schmiedl #Jorge Paz # Milad Darvish Ghane #Linda Joan Berg #Icaros & Divan #Chords

Thank you Ramona Beyer for recording!!!  #Mans Mons Music


Lichterkirche an Epiphanias

Ein sagenumwobener Erlebnisgottesdienst am 06.01.2019 im voll besetzten Hamburger Michel!!!

Zum Einen eine logistische Meisterleistung, all diese Musiker mit verschiedensten Aufgaben, zusammen zu bekommen. Zum Anderen ein Wandern zwischen den Emporen. "Let the bright Seraphim (Händel) von der Steinmeyer-Orgel, hoch oben! "Eternal source" vom Hauptspieltisch mit Streichern... und damit herzlich willkommmen im Konzertkalender 2019!


Musik in der Silvesternacht

Ich wünsche allen in nah und fern ein frohes und gesegnetes neues Jahr!

Nach der Kantate im Silvestergottesdienst von St. Katharinen Hamburg, wurde in Stille aufgeregt der Jahreswechsel erwartet. Draußen hörte man es schon eine Stunde lang knallen und sah durch die Kirchenfenster den bunten Schein von Feuerwerken, als plötzlich die Glocken erklangen und das neue Jahr einläuteten. Dann gab es noch "Großer Gott, wir loben Dich" - und schon stürmten die Musiker auf den Turm. Unterm Chorpodest flott umgezogen, ging es, vorbei an den immer noch läutenden Glocken, hinauf auf den Turm und das leuchtende Hamburg lag uns zu Füßen. Sehr berührend!!!