Das war...


... Spanische & Deutsche Musik aus dem 18. Jahrhundert...

Ohne Worte: wenn man Kantaten in dem Raum singt, in dem sie entstanden sind!!!

Im Jahre 1735 kam Joaqín García nach Gran Canaria und wurde Kantor in der Kathedrale Santa Ana, Las Palmas de Gran Canaria. Aus diesem Jahr stammte die erste der vier Kantaten, die wir am Abend des 08.02.2020 dort aufführten. In einer musikalischen Begegnung sang ich, gemeinsam mit dem LKMD Tobias Gravenhorst an der Orgel, Werke von J. García, J.A. Hasse & C.P.E. Bach. Der Klang in der Kathedrale war sehr erhaben und tragend. Meine Stimme bekam eine ganz besondere "Schwingung".


… & ein Wiedersehen im Templo Écumenico de Gran Canaria

Am 10.02.2020 gab es ebenjenes Programm bei einem Wiedersehen im Templo Écumenico dann noch einmal zu hören. Bei unserer kleinen Konzertreise nach Gran Canaria folgte ich, gemeinsam mit dem LKMD Tobias Gravenhorst, der Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland und dem Tourismuspfarramt auf Gran Canaria.

 

"Im Europa der Zeit der Aufklärung wird die einfache Form und eine heitere Gelassenheit gesucht. In der Musik setzt sich eine liedhafte, leicht verständliche Tonsprache durch. Was die Emotionalität der Musik angeht, zeigen sich allerdings große regionale Unterschiede. In Deutschland werden, insbesondere durch Carl Philipp Emanuel Bach, neue, experimentelle Möglichkeiten des Ausdrucks extremer Gefühlsschwankungen erkundet. In Spanien überwiegt demgegenüber der volkstümliche Tonfall. Die Gegenüberstellung von Kompositionen, die etwa zeitgleich in Europa an unterschiedlichen Orten entstanden, bringt gerade in der Unterschiedlichkeit der Ausformung das gemeinsame kulturelle Erbe zur Geltung."

(c) Dr. Tobias Gravenhorst


… nature - liberté - Amour I: Liederabend...

... am 24.01.2020 im Theatersaal im Augustinum Aumühle

Ein Konzertsaal. Das Publikum ist im leisen Gespräch, als sich der Saal verdunkelt. Nur die Bühne ist erleuchtet. Stille. Vorfreude. Erwartung. Ab jetzt verändert sich die Zukunft: Lili Boulanger wurde geboren, als man die Errungenschaften der Aufklärung genoss. Sie gewinnt 1913 als erste Frau den Grand Prix de Rome. Doch ihr Leben ist geprägt vom Kampf gegen Krankheit und für die Freiheit. Das Programm nature - liberté - amour  folgt ihrer Lebensenergie. Während aus der Feder von Franz Schubert wunderschöne Naturbilder den Abend rahmen, wandern wir neben Lili Boulanger auch mit ihrem Lehrer Gabriel Fauré, Hector Berlioz und Claude Debussy ins Innere der Seele. Das Schicksal der Mignon erklingt von Robert Schumann als Metapher eines Zerfallprozesses und erinnert an Prinzessin Maleine von Maeterlinck, Boulangers Lieblings-Figur. An zwei Abenden an unterschiedlichen Orten mit variierendem Programm fragen die Sopranistin Linda Joan Berg und der Pianist Lémuel Grave danach, wie wir mit der Natur umgehen?! Zeigt dies, wie viel wir uns und uns unser Nächster wert sind?


..."Bthvn": Der glorreiche Augenblick

Mein Rollen-Debüt als eine Stadt: ich durfte "Vienna" sein!

Am 22. & 23.01. gab es zu Beginn des Beethoven-Jahres 2020 im Kieler Schloss ein ganz besonderes Werk zu hören: die Friedenskantate Der glorreiche Augenblick op. 136 von Ludwig van Beethoven. Gemeinsam mit dem Akademischen Chor & Kammerorchester der Uni Kiel, unter der Leitung von Volker Mader, erklang die selten aufgeführte Kantate, die anlässlich der Eröffnung des Wiener Kongresses 1814, auf dem die Neuordnung Europas nach dem Sieg über Napoleon geregelt werden sollte, komponiert wurde. Der Text stammt von Aloys Weißenbach.